Ein Roter Faden durch das „Games Engineering" Studium

Sie sind mit Computer und Computerspielen vertraut?

Vielleicht könnten Sie sich einen Beruf in der Computerspiel-Industrie gut vorstellen.
Aber was muss man können, um in der Computerspiel-Industrie gefragt zu sein?

„Game Engine“ heißt die moderne Software, die als Computerspiele-Entwicklungsumgebung genutzt wird, den Spielverlauf steuert, und für die visuelle Darstellung des Spieleablaufs verantwortlich ist. Game Engines sind sehr komplexe, sehr große, in Schichten strukturierte Software-Systeme, die eine Herausforderung an viele Bereiche der Informatik darstellen. An der Komplexität dieser Software spiegeln sich alle Vorlesungen der ersten vier Semester des Informatikstudiums wieder. Die freie Wahl der Fächer im 5. und 6. Semester und im Studium Generale, aber auch die freie Wahl des Nebenfaches, erlauben es, sich noch gezielter auf das notwendige Wissen für die Computerspiele-Entwicklung vorzubereiten.

Für Studierende, die sich ein Studium der Informatik vorstellen können, sich aber im Bereich "Games Engineering" vertiefen möchten, ist folgender Roter Faden durch das Informatik-Studium eine Hilfe zur Auswahl (bitte beachten Sie dazu auch den allgemeinen Studiumsverlauf des Informatikstudiums auf http://www.cs.uni-paderborn.de/studierende/studiengaenge/bachelor.html):

Die Pflichtfächer der ersten 4 Semester des Informatik-Studiums werden nicht verändert. Sie vermitteln das notwendige breite Wissen der Informatik.
Im 5. und 6. Semester haben Sie Wahlfreiheiten, hier können Sie sich relevantes Wissen über Computergrafik, Netzwerke, Datenstrukturen und mehr aneignen, wie es für die "Game Engine" Entwicklung geeignet ist. 

Vorschläge zur Wahl umfassen z.B.

  • Grundlagen Computergrafik (Prof. Dr. G. Domik-Kienegger)
  • Usability Engineering (Prof. Dr. G. Szwillus)
  • Rechnernetze (Prof. Dr. H. Karl)
  • Verteilte Systeme (Prof. Dr. H. Karl)
  • Verteilte Algorithmen und Datenstrukturen (Prof. Dr. Ch. Scheideler)
  • Methoden des Algorithmenentwurfs (Dr. U.-P. Schröder)
Im Informatikstudium wird ab dem 3. Semester ein Nebenfach studiert, für Computerspiele Interessierte eignet sich die Wahl für das Nebenfach Medienwissenschaften (alternativ z.B. Psychologie). Als Studium Generale sind Projekte und Vorlesungen bei Prof. Müller-Lietzkow in den Medienwissenschaften (im Besonderen Teilnahme am „Projektmanagement in der Computer- und Videospielindustrie“) zu empfehlen, denn in seinem Gameslab wird eine Spieleentwicklungsfirma simuliert.
Passende Proseminare, z.B. „Games Engineering“, „Peer-to-Peer Netzwerke“ (in jedem Semester werden neue Themen angeboten) ergänzen das Wissen um die Software zur Spieleentwicklung. Die Bachelorarbeit kann dann über Themen wie „Computergrafik“, „Netzwerke“, „Künstliche Intelligenz“, „Robotics“, je nach Gelegenheit und Interesse, an unterschiedlichen Lehrstühlen, durchgeführt werden.

In den ersten 4 Semestern des Informatikstudiums wird man interessante Menschen und Themen kennenlernen. Man sollte sich von den Interessen im Studium leiten lassen, sodass die Vorschläge hier nur ein Grundgerüst für den Anfang sein können.

Das Informatikstudium wird mit dem akademischen Grad B.Sc. (Bachelor of Science) abgeschlosssen. Sollte es dann mit dem Job in der Computerspiele-Industrie nicht klappen, ist man mit dem Informatik-Abschluss auf der sicheren (Berufs-)Seite.

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